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PCCA Geschriebenstein Classic
6.Juli 2010

Anfang Juli 2010 lud der Porsche Classic Club Austria (PCCA) zum zweiten Mal zur Geschriebenstein Klassik in das Mittelburgenland. Am Freitag, den 2. Juli, trafen sich 17 Teams in Lockenhaus, um sich bei einem deftigen Ritteressen in der Burg für den kommenden Tag zu stärken. Mit wenig Essutensilien, aber dafür mit Schürze („Patterl“) ausgestattet, gab es neben Krautstrudel auch Nahrhaftes von Schwein und Huhn, getrunken wurde burgenländischer Rot- und Weißwein, auch das eine oder andere Hochgeistige wurde zur Vor- und Nachbereitung verabreicht.

Samstag ging es dann aber zur Sache. Nach der Fahrerbesprechung am Hauptplatz von Lockenhaus, an dem alle Teams mit den unübersehbaren grünen Poloshirts mit Aufdruck der Sponsoren teilnahmen, startete das erste Auto Richtung Geschriebenstein, dem mit 884 Meter höchsten Berg des Burgenlandes. Das Ziel, die Speedworld in Rechnitz, war nach exakt 25 Minuten zu passieren. Dort war eine Gleichmäßigkeitsfahrt auf dem Gokartkurs zu absolvieren. Nach einer Einführungsrunde waren drei möglichst gleichmäßige Runden zu fahren. War das erledigt, konnte die Fahrt durch einen landschaftlich herrlichen Teil Ungarns zurück nach Lockenhaus angetreten werden.

Nach der Mittagspause wurde wieder Auto gefahren. Die Gegend rund um das Günser Gebirge ist für das Burgenland völlig unerwartet hügelig und stark bewaldet. Malerische Täler schneiden sich zwischen die Hügelketten ein und bieten ein wahres Autofahrerparadies mit kurvenreichem Streckenverlauf und wenig Verkehr. Die Organisatoren Eveline und Walter Braun unter Assistenz von Franz Jestl haben nicht nur eine traumhafte Streckenführung ausgewählt, sondern auch ein exaktes Roadbook geschrieben, das es auch Anfängern leicht machte, den richtigen Weg zu finden.

Kurz vor dem Etappenziel war dann noch Treffergenauigkeit gefragt, galt es doch mit dem Luftdruckgewehr sechs Mal ins Schwarze zu treffen. Da hieß es, unter Zeitdruck eine ruhige Hand zu bewahren. Nach der Zielankunft in Lockenhaus eilten manche Fußballbegeisterte ins nahe gelegene Cafehaus, denn der Wirt hatte schon einen Fernsehapparat für die Porschefahrer bereitgestellt. Dass dabei Deutschland Argentinien mit 4:0 eliminierte, überraschte die Sportbegeisterten doch einigermaßen. Am Abend fand dann nach einem Buffet in der Lockenhauser Burg die Siegerehrung statt.

Tags darauf wagten sich zwölf Wackere noch einmal nach Rechnitz auf die Kartbahn, um sich in zwei 25 Minuten-Läufen zu messen. Auch zwei Damen waren mit von der Partie und schlugen sich hervorragend. Trotz einiger Reifenschäden und Ausritten über die Streckenbegrenzung bzw. in die Reifenstapel verlief der Vormittag ohne Blessuren für Fahrer und Gokarts und der Spaß war ungetrübt. Müde und abgekämpft stellten sich die unermüdlichen Racer dann der Siegerehrung. Die Sieger sind Josef und Ilse Rosner, gefolgt von Franz Jestl/ Ernst Kogl und Harald und Helga Babschek. Beim Kartfahren in Rechnitz gewann Oliver Pelz vor Alfred Wagner und Josef Rosner.

Den Organisatoren ist ein perfekt abgestimmtes und wohl dosiertes Wochenende gelungen. Neben dem Porschefahren war genügend Zeit für interessante Benzingespräche und Gedankenaustäusche. Besonders gefreut hat die Teilnahme des steirischen Präsidenten Helli Heuberger, der seine nachbarschaftliche Verbundenheit zum PCCA unter Beweis stellte. Der Club hofft, dass zukünftig die Besitzer klassischer Porsches diese vermehrt bewegen und an solchen Klassikveranstaltungen teilnehmen. Denn schließlich sind die Fahrzeuge zum Fahren gebaut, und die Strecke war so gewählt, dass sie auch mit betagten Porsches problemlos zu bewältigen war – was das langjährige PCCA-Mitglied Werner Lutzky mit seinem 911 T Baujahr 1968 eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Bericht: Dr. Josef Rosner, PCCA
Fotos: Walter Braun, PCCA

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